Kompletter Urlaub mit einer Festbrennweite!

Ein kompletter Urlaub mit nur einer Festbrennweite soll nicht gehen? Das sehe ich aber vollkommen anders. Tatsächlich war es bei mir auch eher aus der Not geboren, aber es hat sich als total klasse erwiesen. Doch wie kam es überhaupt dazu.

Panorama der Stadt Cochem, geschossen mit dem Canon EF 50mm f/1.8 STM
Panorama der Stadt Cochem, geschossen mit dem Canon EF 50mm f/1.8 STM
Wie es dazu kam

Als ich im Frühjahr 2019 von meiner Canon 7D auf eine 6D umgestiegen bin um die Vorteile eines Vollformatsensors für mich zu nutzen, musste ich feststellen, dass ich leider nicht ein vollformattaugliches Objektiv hatte. So hatte ich aber schon den Body der 7D verkauft und  stand nun vor dem Problem, dass ich zwei Tage vor dem Urlaub den Body einer Canon EOS 6D hatte, allerdings nur unpassende EF-S Objektive. Erschwerend kam hinzu, dass ich zu diesem Zeitpunkt auch schlicht kein großes Budget mehr hatte um mal eben ein Canon EF 24-105 IS USM L zu kaufen.

Was habe ich dann gemacht

Ein Urlaub, auch wenn es nur ein 4-tägiger Trip entlang der Mosel war, ohne Kamera kam für mich nicht in Frage. Also bin ich auf zum nächsten Kameraladen und fragte den Verkäufer nach dem günstigsten Objektiv für eine Canon Vollformatkamera. Gesagt getan, er griff unter die Ladentheke und holte das Canon EF 50mm f/1.8 STM heraus. 110€ hat es gekostet, also wirklich ein Schnäppchen. Auch wenn ich es nur mit etwas Bauchschmerzen kaufte, da ich vorher tatsächlich nur an meiner analogen Canon AE-1 mit einer Festbrennweite arbeitete.

Wie hat es sich geschlagen

Eigentlich müsste ich hier nicht schreiben, wie sich das Objektiv geschlagen hat, sondern ich. Schließlich werden alle Bilder nur so gut wie der Fotograf hinter der Kamera auch ist. Anfangs war es sehr ungewohnt. Man hat schlicht nicht mehr die Flexibilität beim Fotografieren, sondern muss viel durchdachter an seine Bilder herangehen. Ähnlich wie beim analogen Fotografieren. Aber nach ein wenig Eingewöhnungszeit wurden die Bilder besser und besser. Das Objektiv selber hat eine wirklich erstaunliche Abbildungsleistung und auch bei einer Blende bis f/1.8 hat man selbst unter schlechten Lichtverhältnissen super Möglichkeiten. Auch an der Verarbeitung habe ich nichts auszusetzen. Das Bajonett ist in der dritten Generation wieder aus Metal und der Kunststoff fühlt sich sehr hochwertig an. Selbst der Autofokus ist wirklich schnell und präzise. Auf mehr möchte ich hier nicht eingehen, denn das Objektiv stelle ich euch noch einmal gesondert vor. Wer es sich dennoch schon bei Amazon anschauen oder bestellen möchte, findet hier den Link:

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Burg Eltz, geschossen mit dem Canon EF 50mm f/1.8 STM
Burg Eltz, geschossen mit dem Canon EF 50mm f/1.8 STM
Pros und Contras von nur einer Festbrennweite

Natürlich gibt es wie bei jeder Sache im Leben sowohl Vor- als auch Nachteile. Kommen wir an dieser Stelle zunächst auf die Vorteile zu sprechen. Ich empfand es als unglaublich spannend, jedes Bild durchdenken zu müssen und nicht alles bloß mit einem Zoomobjektiv in allen erdenklichen Positionen von der selben Stelle abgelichtet zu bekommen. Auch achtet man viel mehr auf Details und überlegt ob man aus anderen Winkeln evtl. eine bessere Perspektive bekommt. Am Ende musste ich auch feststellen geht man viel mehr um an die passenden Stellen für die Bilder zu kommen und erblickt andauernd neue Sachen die man sonst nie gesehen hätte. Man wird einfach viel kreativer und bekommt immer mehr das Auge für ein schönes Bild auch mit nur einem 50mm Objektiv. Zusätzlich sind Themen wie Gewicht eine nicht unwesentliche Sache. Die Kamera war mit dem 50mm Objektiv extrem leicht und es hat so gut wie nicht gestört. Auch musste ich im Nachhinein feststellen, dass die Qualität der Bilder einfach nur erstaunlich war. Die Abbildungsleistung dieses kleinen Objektivs ist trotz des Preises und der Tatsache, dass es sich hier nicht um eine L-Linse handelt, erstaunlich.

Aber es gab auch etwas Negatives. Gerade die Tatsache, dass man an wunderschönen Aussichtspunkten nicht auf 24mm oder gar in den Ultraweitwinkelbereich herunter konnte führte zu einigen nur halb so beeindruckenden Aufnahmen. Hier habe ich mir dann wirklich ein klassisches Reisezoom gewünscht. Auch hatte ich etwas Sorgen, dass es mal regnen oder allgemein am Wasser nass werden könnte und da ist es im Vergleich zu den L-Linsen nun einmal nicht spritzwassergeschützt.

Dennoch finde ich, halten sich die Contras deutlich in Grenzen.

Geierlay Brücke, geschossen mit dem Canon EF 50mm f/1.8 STM
Geierlay Brücke, geschossen mit dem Canon EF 50mm f/1.8 STM
Fazit

Wer einmal etwas kreativer oder auch einfach nur mit einer neuen Herausforderung Fotos machen möchte, dem empfehle ich es auf einem Kurztrip zumindest, nur ein 50mm Objektiv mitzunehmen. Man bekommt nach und nach ein immer besseres Auge für die passende Perspektive, den Winkel oder auch den Abstand zum Motiv. Außerdem war das 50mm Objektiv damals der Objektivstandart an allen Kleinbildkameras. Und gerade in Sachen Bildqualität muss man sich nun wirklich keine Sorgen machen.

Wenn ihr das mal macht oder schon gemacht habt, könnt ihr mir ja eure besten Aufnahmen gerne per Mail schicken und ich füge sie mit Namensnennung und Instagramverlinkung hier diesem Bericht hinzu.

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Eine Antwort

  1. Hallo, meine Fotos und Beitrag auf meiner HP. Schaue Bulgarien, Georgien, Palästina Teil 1, Industriemuseum Voelklinger Huette, Spanien; ,, In Gärten und Palästen der Mauren und Markt in Santanyi“. Grüssle aus dem Schwarzwald Paul.

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