UV Filter – sinnvoll oder quatsch? Was bringen sie wirklich?

Oft taucht die Frage auf, ob UV-Filter vor dem Objektiv überhaupt noch sinnvoll oder absoluter Quatsch sind. Man hört viele unterschiedliche Meinungen und wie so oft muss man am Ende seine eigenen Erfahrungen machen. Um es euch etwas leichter zu machen und meine Erfahrungen über UV-Filter mit euch zu teilen habe ich beschlossen mal ein paar Pros und Contras für euch zusammen zu tragen.

Was sollen UV Filter leisten?

Kenko UV Filter an einer analogen Canon AE-1
Kenko UV Filter an einer analogen Canon AE-1

Der eigentliche Sinn von UV-Filtern ist, wie der Name schon verrät, der Schutz des Objektivs (und des Sensors) vor schädlicher UV Strahlung. Es soll gerade durch hohe Anteile an UV-Strahlung auftretende Veränderungen des Bildes verhindern. Hierzu muss man allerdings sagen, dass moderne Objektive eine solche UV-Sperrwirkung selbst werksseitig schon haben. Ein UV-Filter bei aktuellen Objektiven aus genau diesen Grund zu verwenden wäre lediglich eine Verringerung der Abbildungsleistung.

Wo diese UV-Sperre durch einen UV-Filter allerdings noch immer aus genau dem ursprünglichen Grund Sinn ergibt, ist die analoge Fotografie. Gerade wenn man mit sehr alten Objektiven aus den 1970er Jahren und noch älter fotografiert, sind diese Linsen häufig noch nicht so hoch vergütet wie aktuelle Linsen. Auch reagiert so mancher Farbfilm auf einen erhöhten UV-Anteil im Licht mit einem Blaustich. Um genau dies zu verhindern wurde der UV-Filter damals eingeführt. Somit erkennt man schon, dass der UV-Filter zumindest bei einer solchen Anwendung seine volle Berechtigung hat!

 

Heute dann noch sinnvoll?

Kenko UV-Filter an einem Canon EF 24-105 f/4 IS USM L
Kenko UV-Filter an einem Canon EF 24-105 f/4 IS USM L

Allerdings gibt es einen weiteren und in meinen Augen durchaus wichtigen Grund einen UV-Filter zu verwenden. Der Filter selbst schützt nämlich auch hervorragend gegen mechanische Einflüsse auf das Objektiv. Gerade auf Reisen, ist die Kamera und das Objektiv andauernd Stößen und Dreck ausgesetzt. So reicht schon ein Sandkorn beim Putzen am Strand und schon ist ein dicker Kratzer auf der Linse. Und das muss nicht mal am Strand passieren, sondern kann einfach überall passieren. Es gibt noch viele weitere Situationen, wo so ein Filter Gold wert sein kann. So hatten wir auf der Insel Kos für einen Tag einen Strandbuggy gemietet, welcher keine einzige Scheibe hatte. Ich kann euch sagen, ich habe einen Haufen Dreck und Fliegen von dem Filter geputzt als wir zwischendurch Stops gemacht haben. Nicht auszudenken, wenn es mal ein kleiner Stein gewesen wäre. So ersetze ich lieber einen UV-Filter als gleich ein ganzen Canon L Objektiv.

 

Wie stark ist der Einfluss auf die Bildqualität?

Kenko UV Filter an einer analogen Canon AE-1
Kenko UV Filter an einer analogen Canon AE-1

Hierzu scheiden sich die Meinungen. Ein klarer Fakt ist, dass jedes Glas mehr vor dem Objektiv natürlich die Abbildungsleistung herabsetzt. Allerdings bin ich der Überzeugung, dass die in einem so marginalen Umfang geschieht, dass man es getrost vernachlässigen kann. Das ist aber schlicht mein subjektiver Eindruck. Es gibt auf der Seite von Traumflieger einen genauen Test, von 8 UV-Filtern, bei dem auch dieses Kriterium rein wissenschaftlich ermittelt wurde. (Einfach klicken dann geht es zum Test)

Damit ihr euch allerdings auch ein Bild machen könnt, keins meiner Bilder auf diesem Blog wurde ohne UV-Filter gemacht.

 

Doch was für einen UV-Filter kaufen?

Es gibt wirklich viele UV-Filter im Angebot. Die Preisspanne reicht hier von ein paar Euro bis hin zu knappen 3 stelligen Beträgen. Doch wieviel sollte man nun investieren? Ich möchte euch wenigstens ein paar davon vorstellen.

 
Kenko UV-Filter sind sehr günstig und gut!
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Ich persönlich nutze diesen UV-Filter von der Firma Kenko. Diese sind sehr preisgünstig und starten bereits ab 8,99€ bei Amazon. Auch im Traumflieger Test haben sie recht ordentlich abgeschnitten. Gerade wenn man erst einmal testen möchte, ob man damit zufrieden ist kann ich die nur empfehlen. Tatsächlich bin ich dann sogar bei denen von Kenko hängen geblieben.

       
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Die UV-Filter von B+W sind preislich deutlich teurer, dafür versprechen sie eine zusätzliche Vergütung und Beschichtung ähnlich wie auf dem Objektiv selber. Wie gut diese sind, kann ich leider nicht sagen, da ich noch keinen gestattet habe. Preislich geht es hier bei ca. 30€ los.

     

Fazit

Ob man jetzt wirklich einen UV-Filter benötigt oder nicht, kann ich wie oben bereits gesagt nicht abschließend für euch entscheiden. Auch müsst ihr für euch selber entscheiden, ob ihr einen UV-Filter wirklich sinnvoll findet. Allerdings ist es zumindest mit dem Modell von Kenko nicht teuer auszuprobieren, ob es sich für euch evtl. doch eignet und ihr mit der Qualität und den Bildern zufrieden seid.

Und im Nachhinein ist es immer günstiger einen neuen Filter zu kaufen als ein neues Objektiv.

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